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Aktuelles

Zum Thema Krankenversicherung fallen fast täglich wichtige Entscheidungen, die auch Sie betreffen. Um Ihnen zu helfen, diese Entscheidung richtig einzuschätzen, präsentieren wir Ihnen hier die wichtigsten Artikel aus der deutschen Presse und versehen Sie mit unseren Meinungen.

Zur Sozialwahl bei der hkk am 31.05.2017 die Spitzenkandidaten der  ...

 

Spitzenkandidaten Werbung lang

Be A Socializer

Die hkk-Gemeinschaft e.V. unterstützt das Projekt "Be A Socializer" der Deutschen Rentenversicherung, der Ersatzkassen und des vdek. Darin geht es um soziales Engagement Junger Menschen. Sie sollen Beiträge zu besonderen sozialen Erlebnissen in ein Forum hochladen, um anderen Jungen Menschen zu demonstrieren, dass soziales Engagement auch Spaß machen kann. Näheres erfährt man durch Klicken hier. Die Homepage des Projekts lautet: www.be-a-socializer.de. Die hkkg hat sich hierzu mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewandt. Zum Nachlesen hier klicken.

Logo und Sozialwahl

hkkg tritt für paritätische Finanzierung des Krankenversicherungsbeitrags für abhängig Beschäftigte und Rentner ein! - Interview mit dem Vorsitzenden der hkkg

Bernd Haar (*): Herr Schultze, Sie sind alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der Handelskrankenkasse (hkk) und der hkk-Pflegekasse und vertreten dort die Interessen der Versicherten. Ist das eine ehrenamtliche Tätigkeit und worin bestehen Ihre hauptsächlichen Aufgaben?

Roland Schultze (**): Das ist eine ehrenamtliche Tätigkeit. Die Selbstverwaltung durch Versicherte, hier der  hkk-Kranken- und Pflegekasse, wird durch die alle sechs Jahre stattfindenden Sozialwahlen legitimiert und ist eine Aufsichts- und Kontrolltätigkeit. Die hkkg stellt seit der Sozialwahl 2011 acht von zwölf Verwaltungsratsmitgliedern. Die nächste Sozialwahl ist 2017 und wird wiederum als Briefwahl durchgeführt.Roland_Schultze_Interview

Bernd Haar: Kommen wir jetzt zu unserem Thema. Ab 01.01.2016 haben rd. 2/3 der gesetzlichen Krankenkassen den Beitrag erhöht. Wie setzen sich die Beitragssätze zusammen und von wem werden sie getragen?

Roland Schultze: Seit 2015 wird der Grundbeitrag von 14,6% je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen. Darüber hinaus gehende Mehrausgaben im Gesundheitswesen sind durch einen Zusatzbeitrag zu finanzieren, der allein von den Arbeitnehmern und Rentnern zu tragen ist. Dieser Zusatzbeitrag ist nun von durchschnittlich 0,9% (2015) auf 1,1% (2016) angehoben worden. Damit steigt der Gesamtbeitrag auf 15,7%, wovon die Kassenmitglieder 8,4%, die Arbeitgeber dagegen weiterhin den per Gesetz festgeschriebenen Beitragssatz von 7,3% tragen.

Bernd Haar: Können Sie das auch in Euro ausdrücken?

Roland Schultze: Ja, gern. Bei einem Brutto-Monatsverdienst vom 2500 € beträgt der durchschnittliche, von den Kassenmitgliedern allein zu tragende Zusatzbeitrag in diesem Kalenderjahr 330 €  (1,1%). Hinzu kommen ggf. noch Beiträge auf Sonderzahlungen, wie 13. Gehalt und Urlaubs- / Weihnachtsgeld.

Bernd Haar: Was muss sich aus Ihrer Sicht ändern?

Roland Schultze: Es kann nicht sein, dass sämtliche Mehrausgaben im Gesundheitswesen allein von den Mitgliedern der Krankenkassen aufgebracht werden müssen! Zur Finanzierung der GKV ist es dringend geboten, wieder zur echten Parität zurückzukehren! Das heißt, dass die Krankenkassenbeiträge wieder je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern aufgebracht werden. In meinem vorangegangenen rechnerischen Beispiel hätten die Kassenmitglieder dann von 330 € Zusatzbeitrag lediglich 165 € aufzubringen.

Bernd Haar: Wie wollen Sie auf die Beseitigung dieser sozialen Unausgewogenheit einwirken?

Roland Schultze: Die hkkg setzt sich für eine diesbezügliche Gesetzesänderung ein. Sie fordert unbeirrt die Rücknahme dieser sozialen Ungerechtigkeit in der Beitragsaufbringung gegenüber Politik und Sozialpartnern.

Bernd Haar: Herr Schultze, vielen Dank für das interessante Gespräch.

 

(*) Das Interview mit Roland Schultze führte Bernd Haar, Pressesprecher der hkk-Gemeinschaft e.V.

(**) Portrait Roland Schultze hier.

 

Siehe hierzu auch unter Öffentlichkeitsarbeit/Pressespiegel die Veröffentlichung in der ReifeZeit 1/2016.